Facebook Pixel Wie viel Bildschirmzeit für Kinder? - Ohana Kindersicherung App

BILDSCHIRMZEIT

Wie viel Bildschirmzeit ist zu viel?

Bildschirme sind nicht mehr wegzudenken. Aber mittlerweile wissen wir, dass zu viel Bildschirmzeit schädlich sein kann, besonders für Kinder. Werfen wir einen Blick auf die empfohlenen Bildschirmzeiten, die Anzeichen dafür, dass dein Kind zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt - und was du tun kannst, um eine gesunde digitale Routine für dein Kind zu schaffen.

Stefanie Parth
18.11.2022 • 6 min
Kleiner Junge schaut in sein Handy

5,5 Stunden. Das ist die durchschnittliche Zeit, die Kinder zwischen 8 und 12 Jahren vor einem Bildschirm verbringen - pro Tag. Bei Teenagern zwischen 13 und 18 Jahren sind es sogar 8,5 Stunden pro Tag. Die durchschnittliche Zeit hat in den letzten zwei Jahren stärker zugenommen als in den letzten vier Jahren. Warum? Covid. Und diese Zahlen beinhalten nicht die Bildschirmzeit für Schularbeiten.

Das können wir schon mal festhalten: Das ist viiiiel zu viel Bildschirmzeit.

Aber ab wann ist es zu viel?

Die Richtlinien für eine angemessene Bildschirmzeit variieren von Land zu Land und sogar von Institution zu Institution. Wir empfehlen die folgenden Limits für die Bildschirmzeit:

  • keine Bildschirmzeit für Kinder unter 3 Jahren
  • nicht mehr als eine Stunde pro Tag für Kinder zwischen 3-6 Jahren
  • nicht mehr als 1,5 Stunden pro Tag für Kinder zwischen 6-10 Jahren
  • nicht mehr als 2 Stunden pro Tag für Kinder zwischen 10-13 Jahren
  • nicht mehr als 2,5 Stunden pro Tag für Jugendliche zwischen 13-15 Jahren
  • nicht mehr als 3 Stunden pro Tag für Jugendliche zwischen 15-17 Jahren

Falls du bereits Teil der Ohana Familie bist, hast du vielleicht schon bemerkt, dass wir entsprechend dem Alter deines Kindes die jeweilige Empfehlung anzeigen, wenn du Zeitlimits festlegst.

Woran erkenne ich, dass mein Kind zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt?

Hier sind einige Anzeichen, auf die du achten solltest.

Dein Kind ist ständig müde

Schlaflosigkeit ist eine der häufigsten Folgen von zu viel Bildschirmzeit. Bildschirme stimulieren das Gehirn, und das blaue Licht, das sie ausstrahlen, kann zu Einschlafproblemen führen. Wenn dein Kind also vor dem Schlafengehen noch ins Handy schaut, wird es nicht müde, sondern wach. Achte auf den “Müde, aber aufgedreht”-Effekt, was bedeutet, dass dein Kind zwar müde ist, aber nicht einschlafen kann.

Andere körperliche Anzeichen, auf die du achten solltest:

  • überanstrengte Augen oder erweiterte Pupillen
  • Gewichtsprobleme
  • Nackenschmerzen
  • Karpaltunnelsyndrom

Dein Kind ist ständig überstimuliert

Reizüberflutung ist ein weiteres Anzeichen für zu viel Bildschirmzeit.
Achte auf diese Verhaltensänderungen bei deinem Kind:

  • schlechte Entscheidungen
  • impulsives Verhalten
  • unaufmerksam und leicht abgelenkt
  • aggressiv
  • leicht reizbar
  • Wutanfälle

Es ist wichtig zu beachten, dass Überstimulierung auch andere Ursachen haben kann. Beobachte das Verhalten deines Kindes, bevor du voreilige Schlüsse ziehst.

Kleines Mädchen liegt am Boden und runzelt verärgert die Nase

Zu viel Bildschirmzeit kann dein Kind überstimulieren und es reizbar machen.

Studien bestätigen, dass zu viel Bildschirmzeit zu Technologiesucht, Angst, Depressionen, sozialer Isolation, Einsamkeit oder einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung führen kann.

Dein Kind hat Bildschirme lieber als Menschen

Achte darauf, wie dein Kind mit anderen interagiert, besonders mit Freunden. Verbringt es gerne Zeit mit Gleichaltrigen? Hat dein Kind Freunde, mit denen es ausschließlich online kommuniziert?

Wenn dein Kind die Zeit am Bildschirm dem persönlichen Kontakt vorzieht, verbringt es möglicherweise zu viel Zeit vor dem Bildschirm. Heutzutage ist es normal, dass Kinder über Textnachrichten oder Social Media mit ihren Freunden in Kontakt bleiben - aber es ist wichtig, dass Kinder Zeit mit anderen verbringen. Das hilft ihnen, nonverbale Kommunikation zu verstehen und Empathie zu entwickeln.

8 Möglichkeiten, um die Bildschirmzeit zu reduzieren und gesunde digitale Gewohnheiten zu schaffen

1. Setze Limits bei der Bildschirmzeit
Führe Zeitlimits ein, um eine gesündere digitale Routine zu schaffen. Sprich vorher mit deinem Kind darüber und erkläre, warum diese Grenzen wichtig sind. Tipp: Mit Ohana kannst du individuelle Limits und Zeitpläne für jeden Tag der Woche festlegen.

2. Führe Fokuszeit ein
Vielleicht hast du schon mal bei dir selbst bemerkt, dass dich bereits ein kurzer Blick aufs Handy komplett aus dem herausreißt, was du gerade machst. Wenn dein Kind also zum Beispiel seine Hausaufgaben macht, sollte das Handy nicht in Reichweite sein. Tipp: Du kannst mit Ohana das Handy deines Kindes in den Fokusmodus zu setzen.

3. Keine Bildschirme vor dem Schlafengehen
Um den “Müde, aber aufgedreht”-Effekt zu verhindern, schalte alle Geräte mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen aus. Motiviere dein Kind stattdessen etwas Beruhigendes zu machen, z. B. lesen. Tipp: Mit Ohana kannst du das Handy deines Kindes über Nacht sperren. So kommt es nicht in Versuchung.

4. Geh mit gutem Beispiel voran
Wie viel Zeit verbringst du vor dem Bildschirm? Betrachte es mal von dieser Seite: Wenn du ständig am Handy bist, wird dein Kind das Gleiche tun wollen. Hinterfrage dein eigenes Bildschirmverhalten und überlege, was du ändern könntest.

5. Esst ohne Bildschirme
Genießt gemeinsame Mahlzeiten - ganz ohne Bildschirme. Legt eure Handy in die Tischmitte oder in einen Korb und redet über euren Tag. Mit Jugendlichen kann das anfangs vielleicht ein bisschen herausfordernd sein, aber sie werden es irgendwann akzeptieren. ;-)

6. Nutze Alternativen zu Bildschirmen
Es gibt so viele andere Aktivitäten, die mehr Spaß machen, als auf einen Bildschirm zu schauen. Basteln, ein Instrument spielen, Sport treiben, und, und, und. Denke an deine eigene Kindheit zurück - was hast du damals gerne gemacht?

Junge mit Brille bemalt seinen selbstgemachten Bus aus Papier

Kinder entwickeln beim Basteln motorische Fähigkeiten und können kreativ sein.

7. Mach das Beste aus der Bildschirmzeit deines Kindes
Achte darauf, wie dein Kind seine Zeit am Bildschirm verbringt. Sieht es sich Videos in den sozialen Medien an? Oder spielt es ein Lernspiel? Wähle altersgerechte, hochwertige Inhalte und Apps für und mit deinem Kind aus. Tipp: Mit Ohana kannst du ungeeignete Inhalte ganz einfach blockieren.

8. Verwende Bildschirmzeit nicht als Belohnung oder Bestrafung
“Wenn du dein Zimmer aufräumst, darfst du eine halbe Stunde länger das Spiel auf deinem Handy spielen.” Kommt dir das bekannt vor? Wie eine Studie herausfand, ist die Verwendung der Bildschirmzeit als Belohnung oder Bestrafung mit dem Essen vergleichbar. Schauen wir uns zum Beispiel diese Aussage an: “Wenn du dein Zimmer aufräumst, bekommst du ein Stück Kuchen.” Warum ist das problematisch? Weil die Verwendung von Süßigkeiten als Belohnung die Attraktivität für dein Kind erhöht. Mit der Bildschirmzeit ist es genauso: Wenn du es als etwas betrachtest, was dein Kind bekommt, wenn es etwas Gutes macht, oder nicht bekommt, weil es unartig ist, dann misst du der Bildschirmzeit zu viel Bedeutung bei. Normalisiere stattdessen den Gebrauch von Geräten.

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